Supervision – Ein Gedankenspiel

Am 15.12.2012 wurde ich gebeten einen Beitrag zum Adventskalender auf Zum BVCM- Text zu verfassen. Den hab ich hier nie hinzugefügt, werde dies aber schleunigst nachholen:

Die Supervision kommt ursprünglich aus der Praxisberatung der sozialen Arbeit. Sie ist eine Form der Beratung, die auf Coaching ausgerichtet ist, mit dem Ziel durch ein geschlossenes Supervisionssystem Handeln zu reflektieren und ggf. zu verbessern. Bestehend aus einem Supervisor, der authentisch und emphatisch innerhalb des Supervisionssystems arbeitet und einem Supervisanden, der die Kompetenz und Erfahrung des einen oder mehreren Supervisoren nutzt und deren Arbeit reflektiert.

Anhand eines Vorgesprächs werden Ziele zwischen den Teilnehmern vereinbart und abgestimmt. Die Handlungsbasis des Supervisoren ist absoluter Datenschutz innerhalb seines Supervisionssystems. Er darf nicht stellvertretend außerhalb dieses handeln, sondern sich nur innerhalb des definierten Systems bewegen. Heutzutage hat sie sogar im den wirtschaftlichen Bereichen Einzug gehalten und wird vorwiegend genutzt, um dem Supervisanden Methodenkompetenz, Werte und Normen und weitere Elemente von Organisationsentwicklung zu lehren und damit Möglichkeiten der Entlastung im Arbeitsalltag zu erreichen.
Supervision kann allerdings in jedem Bereich stattfinden. Besonders im Social Media und Community Management kann sie helfen Erfahrungen auszutauschen, die professionelle Brille mal abzulegen und neue Wege zu entdecken.

Seit einiger Zeit habe ich die Idee, die Supervision für einen Erfahrungsaustausch anzuwenden. Besonders um dem Community Manager eine Bestandsaufnahme zu geben und ein Gefühl über die Erfolge in seiner täglichen sehr kleinteiligen Arbeit. Aber auch das Reflektieren von Erfahrungen, das Hinterfragen von Prozessen und dann um die Umsetzung von Fähigkeiten in Richtung auf das vereinbarte Ziel. Supervisionen können allerdings auch unterstützend wirksam sein. Im Bereich der Einzelgespräche sehe ich besonderes Potential.
Gerade bei Firmen, die sich dem Bereich Social Media erst seit kurzem angenähert haben und deren Organisationsstrukturen und -Kulturen noch auf die Innovationen ausgerichtet werden müssen, gibt es Social Media- und Community Manager die sich tagtäglich aufgrund der bisherigen Prozesse aufreiben.

Vor allem bei der Entwicklung unserer so jungen Berufsrolle könnte die Supervision befähigen, berufliche Kompetenzen mit den Aufgaben in der Praxis in Einklang zu bringen. Ein spannendes Feld, welches wir nicht unbeachtet lassen sollten.

Pamski82

Pamski82

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